Bemerkenswerte Initiative von Ruth Dounas

Mein Sternenkind unterstützt „Hebammen sind wertvoll“

26.08.2026 / Rainer Juriatti

Eine bemerkenswerte Initiative, ins Leben gerufen von Mag. Ruth Dounas BSc., soll Gesundheitsministerin Korinna Schumann davon überzeugen, dass Hebammenarbeit wertvoll und unersetzlich ist.

Ruth Dounas ist Hebamme und Psychologin, tätig im KH (UK) Krems sowie in freier Praxis. Jüngst hat die Expertin der Geburtsbegleitung und -nachsorge die Initiative „Hebammen sind wertvoll“ gestartet, die zum Ziel hat, Gesundheits- und Sozialministerin Schumann sowie zwei hochrangigen Beamtinnen des Ministeriums möglichst viele Stellungnahmen zum geplanten elektronischen Eltern-Kind-Pass zuzusenden, dessen „Start“ in diesem Jahr geplant war, jedoch auf 2027 verschoben wurde. In der Zeit bis zur „Endfassung“ des eEKP möchte Ruth Dounas Mütter, Berufskolleg*innen und weitere Expert*innen aus verschiedensten Berufsgruppen anhand eines Musterbriefes einladen, meinungsbildend auf die Ministerin einzuwirken. 

Ausgangspunkt der Initiative ist die Problematisierung von Schwangerschaft im neuen elektronischen Eltern-Kind-Pass. „Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillen sind ein gesunder Abschnitt im Leben einer Frau“, weiß Ruth Dounas, doch mit der Neukonzeption des Eltern-Kind-Passes wird eine massive Konzentration aller künftigen Schwangerschaftsbegleitungen auf Diagnostik und damit eine Fokussierung auf Mängel und Krankheiten stattfinden.

Hebammen weitreichend im Abseits

Hebammen müssen allerdings gleichberechtigt wählbar sein. Davon ist man aber weit entfernt, sie werden künftig sogar wesentlich beschnitten, denn was bislang in der Papierform möglich war, soll im elektronischen Modell fallen: „Die Möglichkeit für Hebammen“, erläutert Ruth Dounas im Gespräch mit Mein Sternenkind, „im zukünftigen elektronischen EKP Einträge zu machen, wird nach dem momentanen Plan massiv eingeschränkt, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit verhindert. Dabei ist die Schwangerenvorsorge auch gesetzlich im Tätigkeitsbereich der Hebamme verankert“.

Initiative „Hebammen sind wertvoll“ – Brief ans Ministerium

Links sehen Sie  die Buttons „Information“ und „Aktionsflyer“, aus denen Sie alle weiteren Informationen von Ruth Dounas entnehmen können, ebenso einen Button mit der Bezeichnung „Musterbrief“. Diesen hat ebenso die Expertin verfasst und bittet darum, diesen - gerne umgestaltet und unter Einbindung eigener Erfahrungen mit guter Hebammenarbeit - an die Ministerin für Gesundheit und Soziales zu senden:

korinna.schumann@sozialministerium.av.at; gerne auch eine Kopie des Schreibens an ulrike.koenigsberger-ludwig@sozialministerium.gv.at und die Leiterin der Sektion Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem Dr. Katharina Reich: katharina.reich@gesundheitsministerium.gv.at. Mag. Ruth Dounas, BSc. freut sich über jede Mailkopie an ruth@hebamme-ruth.at.

Hier kommen Sie direkt mit Ruth Dounas in Kontakt.

Hier geht’s zur Presseaussendung des Österreichischen Hebammengremiums.

 

Und nicht zuletzt: Sternenkinder im Eltern-Kind-Pass

In einer gänzlichen Abschaffung des „physischen Eltern-Kind-Passes“ stehen Vertreter*innen aus der Sternenkindhilfe besonders kritisch gegenüber. Vor einigen Wochen fand eine mehrstündige online-Präsentation, maßgeblich gestaltet von Vertreter*innen der ÖGK, statt. Unser Einwand, dass dass der Eltern-Kind-Pass für viele Sternenkindeltern das einzige offizielle Dokument ihres Babys sei und damit oft einzig greifbarer öffentlicher Beleg einer realen Existenz, fand kein Gehör: Auf unsere Frage während der Konferenz, wie es sich mit diesem wichtigen Aspekt verhalte, erhielten wir keine Antwort.  Mit der Abschaffung dieses wertvollen „Papiers“ wird es Sternenkindeltern nicht mehr möglich sein, einen Sternenbutton zur Verbesserung der Kommunikation anzubringen.

Siehe hierzu unsere Seite zum Sternenkindsticker.

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